Queens

QUEENS

 

Diese Porträtserie dokumentiert eine deutsche Subkultur, die sich hauptsächlich über Musik und Tanz einer bestimmten Art und Weise definiert.

Ich porträtiere in dieser Serie in Deutschland lebende Frauen, die ihre Freude und Identität in der jamaikanischen Musik und Lebensweise finden und im Besonderem im Tanz.

Der Dancehallqueenstyle ist ebenso mitgewachsen zur Musik und hat sich bis heute entwickelt und verändert. Dieser Tanzstil setzt in knappen Outfits sehr stark auf weibliche Reize, Polyrhythmik, Isolationen und akrobatische Skills. Hierbei wird dem Po und der Hüfte besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Unübersehbar geht es hier um die pure Erotik und die Präsentation des eigenen Körpers und seiner rhythmischen Beweglichkeit in der Po-Region.

In der heute so westlichen Welt Europas, im reichen Deutschland ist es möglich, sich als Individuum nur das Beste herauszupicken für das eigene Glück. Warum definiert sich ein Mensch über eine fremde Kultur stärker als über die eigene? Warum wählt er diese lieber als eine andere, was ist überhaupt seine Kultur? Jeder kommt aus einer anderen Vergangenheit und bringt eigenes mit.

Das Ziel dieser Porträtserie ist, Gedanken über die verschiedenen Rollen der Frau anzuregen, die Widersprüchlichkeit zu finden, indem was Frauen wollen, was andere in Ihnen sehen.

Hat der Betrachter Vorurteile? Wieviel kann er wirklich sehen in dem Porträt?

Ich möchte mit der Bilderserie dem breiteren Publikum eine interessante Subkultur zeigen,

die ein Merkmal unserer heutigen deutschen und weltlichen Kultur ist, und zudem einen immer prominenteren Standpunkt einnimmt. Seit dem Jahr 2013 wurde das Wort “Twerking” bekannt durch aktuelle Popkünstlerinnen wie Miley Cirus in den Oxford Duden aufgenommen, die Bezeichnung Twerking ist ein neues U.S. -Amerikanisches Wort für den altbekannten Booty Shake.

 

Copyright © SCHIRIN MOAIYERI 2015